ID: LBLA-66127-30 (Leibnitz.66127.5); Bezirk: Leibnitz; Gemeinde: Lang; KG: Jöss; Gst. Nr.: 261/2; Flur: Leibnitzer Feld.



Zeitstellung:
Neuzeit, Erster Weltkrieg. 
Befund: Soldatenfriedhof.


Beschreibung:

Das Militärlager lag während des Ersten Weltkrieges im Leibnitzer Feld auf dem Gebiet der Gemeinden Lebring und Lang. Südlich des Lagers wurde auch ein eigener Friedhof angelegt der heute noch zu besuchen ist. Im Jahre 1915 wurden der Kader und das Ersatzbataillon der Bosnisch-Herzegovinischen Infanterieregimentes 2 (sog. „Zweierbosniaken") von Graz in das neu errichtete Ausbildungslager in Lebring verlegt. Das Lager diente bald auch als Unterbringungsort für Kriegsgefangene feindlicher Armeen, Kranke und Soldaten auf Erholungsurlaub. Die zahlreichen Todesopfer aus dem Lager, verursacht durch Hunger und Krankheiten, konnten allerdings bald nicht mehr am Friedhof bei der Kirche St. Margarethen beigesetzt werden. Daher erwarb das Kriegsministerium Grundstücke des Gutes Eybesfeld und legte einen eigenen Militärfriedhof an, der 1917 bereits erweitert werden musste.

Nach Umbettungen von den Friedhöfen in Feldkirchen bei Graz und Leibnitz in der Zwischenkriegszeit stieg die Anzahl der Grabstätten auf schlussendlich 1.670 an. 1.233 Gräber beinhalten die sterblichen Überreste von Soldaten aus 19 verschiedenen Infanterieregimentern der k. u. k. österreichisch-

ungarischen Armee (davon 805 mohammedanische Bosniaken), der Rest von 437 Gräbern verteilt sich auf – zumeist – Kriegsgefangene aus Italien, Rumänien, Serbien, Polen und Russland.


Bibliographie:

Dinawitzer 1994: J. Dinawitzer, Das Militärlager Lebring und der Soldatenfriedhof, Marktgemeinde Lebring-St. Margarethen (Hrsg.), Festschrift anlässlich der Markterhebung, 1994, 106–109.
Hengist-Kutlurwanderwegtafel:
Obersteiner 2010: G. P. Obersteiner, Baracken in der Landschaft. Das Militärlager in Lebring-Lang und Lager des Reichsarbeitsdienstes, Hengist-Magazin 2/2010, 6–11.