Seit 2005 führt der Kulturpark Hengist jährlich vom Arbeitsmarktservice (AMS) und vom Land Steiermark geförderte, sehr erfolgreiche Beschäftigungsprojekte durch; seit Mai 2008 in Kooperation mit der Steirischen Wissenschafts-, Umwelt- und Kulturprojektträger GmbH (St:WUK). Bislang konnte etwa 190 arbeitsmarktfernen Personen aus dem Bezirk Leibnitz und insbesondere aus der Region Hengist ein auf maximal sieben Monate befristeter Arbeitsplatz im Bereich der archäologischen Forschung, des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege sowie der Kulturlandschaftspflege zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt „Archäologische Ausgrabungen im Kulturpark Hengist" bietet den MitarbeiterInnen bzw. archäologischen Hilfskräften Rahmenbedingungen, die den Erwerb von Kompetenzen fördern, die Arbeitshaltung optimieren und das Selbstkonzept und die persönliche Orientierung stärken. Auf diese Weise sollen Voraussetzungen für den Wiedereinstieg in den regulären Arbeitsmarkt geschaffen und die Chancen auf einen nachhaltigen Verbleib in Beschäftigungsverhältnissen gehoben werden. Eine zusätzliche Unterstützung erfahren die MitarbeiterInnen seit 2009 durch die projektbegleitende qualifizierte sozialpädagogische Betreuung. Sie nimmt sich speziell individueller Vermittlungshindernisse (z. B. Schuldenregulierung, Gesundheits- und Suchtberatung) an, bietet aber auch eine helfende Hand bei Behördenwegen oder der Berufs(neu)orientierung.

Eine besondere Rolle kommt im Projektjahr schließlich Aktivitäten im Gender Mainstreaming und im Diversity Management zu.

Die Beschäftigungsprojekte des Kulturparks Hengist verbinden gemeinnützige Tätigkeiten aus dem breiten Feld archäologischer Forschung mit arbeitsmarkpolitischen Zielsetzungen und generieren somit in mehrerer Hinsicht einen Mehrwert für die Region. Die archäologischen Hilfskräfte haben dank ihres großen Engagements in den letzten Jahren auf vielerlei Art und Weise (Forschungs- und Notgrabung, Fundsichtung, Fundaufbereitung, Tagungsmitarbeit etc.) tatkräftig zur archäologischen Erforschung der Region Hengist beigetragen. Im Zuge von Not- und Rettungsgrabungen im Auftrag des Bundesdenkmalamtes (BDA) oder kommunaler Einrichtung wurden die Bezirksgrenzen aber gelegentlich auch überschritten, z. B. bei den archäologischen Untersuchungen am Kanzelkogel in Gratkorn und am Dietenberg bei Ligist.

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Foto Heide Eder RothDr.in Heide Eder-Roth

Sozialpädagogin
St:WUK Sozialpädagogische Betreuung und Beratung

Aufgabengebiete:

Individuelle, berufsbegleitende Betreuung und Beratung der Transitarbeitskräfte (Projekte Kulturpark Hengist und ASIST), Unterstützung bei Bewerbungen und allen sozialen Belangen

Kontakt: +43 676 667 4651
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